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The ConsciousLibrary

Capítulo 8 de 34

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Dem Gebieter Marpa aus Lho brag zu Füßen verneige ich mich.

Ihr gabenspendenden Männer und Frauen, die hier versammelt sind,

Hegt von ganzem Herzen unwandelbaren Glauben!

Wenn man beständig an einem und demselben Wohnsitz lebt,

Wird man bald durch das Aufgehen in der Alltäglichkeit der Erscheinungen müde.

Wenn sich Menschen sehr aneinander gewöhnen, entsteht durch die Natur der Sache schließlich Verachtung.

Wenn die Gemeinschaft lange dauert, ergeben sich viele Reibungen.

Streit, der aus ungünstigen Verhältnissen entsteht, stört das Gelübde.

Schlechte Freunde verscheuchen die gute Andachtsübung.

Durch unüberlegte Worte des Stolzes werden böse Werke angehäuft.

Durch das Schwanken zwischen Recht und Unrecht schafft man sich Feinde.

Betrug zu eigenem Vorteil ist eine große Sünde.

Wenn schon bei der Danksagung für die eigene Nahrung böse Gedanken in Aufruhr geraten,

Wie ist es dann möglich, die Sportein des Leichenschmauses zu empfangen 1

Es wäre sehr leichtsinnig, wenn ich Geistlicher und Opferpriester von euch Laien sein wollte.

Wenn aus dem Zusammenleben Verachtung entstände, würde mich Ver- zweiflung ergreifen.

Noch mehr, als der Besitzer vieler Häuser sich in der Todesstunde unglücklich fühlt,

Ich gehe, um gleichgültig gegen die Welt in der Bergwildnis herumzuwandern.

Ihr Gläubigen, seid für eure Gaben und Dienste bedankt!

Ihr gabenspendenden Männer und Frauen, die hier versammelt sind,

Eure Liebe, die sich in den Worten bekundet: „Sei unser Geistlicher und

Opferpriester 1" ist schön. Dank der Wirkung eures Gebets werde ich euch wiedersehen!

Als er so gesprochen, sagten die Zuhörer: „Unsere Ohren sind noch gar nicht müde zu hören, doch der Ehrwürdige wird wohl müde geworden sein. Obwohl wir nun mit Bitten in dich gedrungen sind, besorgen wir doch, daß dir nicht der Gedanke kommen wird, denselben Gehör zu schenken. Daher bitten wir dich, wieder bald auf den La phyi zurückzukehren." Allein die zahlreichen Geschenke, die sie ihm geben wollten, nahm er nicht an. Da gerieten alle dort versammelten Schüler in das größte Staunen und erlangten, von höchster Freude ergriffen, unerschütterlichen Glauben an den Ehr- würdigen.

Dieser Abschnitt enthält den Sang vom Schneeberg.

Obwohl an den ehrwürdigen Milaraspa die Zuhörer von Rtsar ma in Gna nam und die anderen Leute von Gna nam Bitten richteten, noch länger zu verweilen, hörte er nicht auf sie, sondern machte sich, um das Gebot seines Lama zu erfüllen, zum Zweck der Meditation auf den Weg nach dem Berge Dpal obar des Dorfes Skyid grong. Da fand er Gefallen an der Felsgrotte von Ling ba und verweilte dort einige Zeit lang, der Beschauung obliegend. Eines Abends, als die Dämmerung schon hereingebrochen war, ließ sich zur Linken des Platzes, wo sich der Ehrwürdige befand, in der Ritze eines Felsspaltes zu wiederholten Malen ein Pfeifen vernehmen. Er erhob sich und schaute hin, doch es war nichts da. In dem Gedanken: „Ich großer Meister in der Meditation muß mich wohl in einer Täuschung befinden", legte er sich wieder auf sein Lager hin. Da erschien in der Felsspalte auf dieser Seite ein heller Lichtstrahl, an der Spitze ein roter Mann, welcher auf einem schwarzen Moschustiere ritt, das von einer schönen Frau geführt wurde. Jener Mann versetzte dem Ehrwürdigen einen Stoß mit dem Ellenbogen und verschwand dann in einem Wirbelwinde. Jene Frau verwandelte sich in eine rote Hündin und packte den großen Zeh seines linken Fußes, so daß er ihn nicht los machen konnte. Da er wußte, daß dies das Zauberspiel einer Felsen- Rakshasi sei, trug er fol- gendes Lied vor:

Dem huldreichen Marpa zu Füßen verneige ich mich!

Die du auf eine Gelegenheit lauertest, mir Hohn zuzufügen.

Und dich in häßlich verwandelter Gestalt zeigst,

Des Liedes Wohllaut zu gewinnen, verstehe ich nicht,

In der Mitte des blauen Himmels dort oben

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· 8 · Las cien mil canciones de Milarepa (Mgur 'bum) — Milarepa · The Conscious Library