Chapter 19 of 34
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Mögen alle diese wie eine Mutter geliebten Wesen
So sprach er und beeiferte sich der Meditation. Darauf kam nach einigen Tagen ein Gabenspender, der ihm eine Ladung Holz und einen halben Scheffel Mehl brachte. Er sagte: „Da dein Gewand so dünn ist, wirst du frieren. Zwischen den Südbergen ist dieses Rag ma gelegen, und unter diesen ist gerade dieses Felsdach außerordentlich kalt. Willst du ihn nehmen, so gebe ich dir einen Pelzmantel. Lama, was sagst du dazu?" Der Ehrwürdige fragte: „Gabenspender, wie ist dein Name?" „Lha obar heiße ich", erwiderte er. Der Ehrwürdige sagte: „Der Name ist gut. Obwohl du nicht für Mehl, einen Mantel und anderes zu sorgen brauchst, so sage ich dir doch für die Mehl- spende meinen Dank, den Mantel aber brauche ich nicht, Ich bin nun einmal ein solcher." Dann trug er dem Lha obar folgendes Lied vor:
Ich wanderte umher in der Sphäre der Täuschungen der sechs Klassen der
Wesen Als kleiner Knabe, der sich in den Wahrnehmungen täuscht. Manche Illusionen des Tuns habe ich erfahren: Bald entstand in mir die Illusion des Hungers, Milde Gaben und Almosen bildeten meine Nahrung. Bald habe ich zur Bußübung Steinchen gemacht; Bald habe ich die Leerheit zur Speise genommen,
Bald erlangte ich Notbehelfe und Abhärtung.
Bald entstand in mir die Illusion des Durstes.
Das blaue Wasser des kühlen Schiefers trank ich,
Bald genoß ich selbst-entstandenes duftiges Wasser,
Bald trank ich von dem Strome des Erbarmens,
Bald trank ich von den heiligen Spenden der Daka.
Bald entstand in mir die Illusion des Frierens.
In ein einfaches Baumwollgewand kleidete ich mich.
Bald entfachte ich die glückliche Wärme der inneren Glut.
Bald erlangte ich Notbehelfe und Abhärtung.
Bald erhub sich die Illusion der Freundschaft in mir.
Auf Wissen und Weisheit vertraute ich als meinen Freunden
Vollkommene Beschauung habe ich mir angeeignet,
Den Sinn des Selbstwissens habe ich genau geprüft.
Ich, der Yogin, bin der Löwe der Menschen,
Dessen Türkisglanzmähne trefflicher Beschauung ausgebreitet ist,
Der die Fangzähne und Krallen trefflicher Meditation hat;
Merkverse mache ich auf dem Gipfel der Berge
Und hoffe, die Frucht der Tugend zu erlangen.
Ich, der Yogin, bin der Königstiger der Menschen,
Der die drei vollendeten Fertigkeiten des Bodhi-Sinnes besitzt,
Der in der unzertrennlichen Verbindung von Stoff und Geist (gra?) lächelnd,
In dunklen, an Arzneien der Erleuchtung reichen Tälern gelebt hat.
Ich hoffe, daß die Frucht der Uneigennützigkeit (parartha) erzielt wird.
Ich, der Yogin, bin der Geier der Menschen,
Der die Flügel der lichten Meditationsstufe des Utsakrama ausgebreitet hält,
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