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The ConsciousLibrary

Chapter 11 of 34

· 11

Auch wenn man nicht die Leere der eigenen Seele erkennt,

Gibt es eine unendliche Zahl von anderen Dämonen außer mir.

Auch wenn man selbst die eigene Seele kennt,

Erscheinen ungünstige Umstände als Freunde.

Auch ich Felsen-Rakshasi bin andren Untertan.

In deinem Gemüt jedoch herrschen Bosheit und Begierde;

Bring daher deine Seele noch besser in Ordnung!

Als die Felsen-Rakshasi diese Rede vorgetragen hatte, entstand darob im Herzen des Ehrwürdigen große Befriedigung, und er trug zur Antwort folgendes Lied von den acht Gleichnissen des Bewußtseins vor:

Wahrere Worte als diese gibt es überhaupt nicht.

Auf meinen einstigen Kreuz- und Querzügen durch die Welt

Habe ich ein wohltönenderes Lied als dieses nie gehört.

Wenn auch hundert Gelehrte zum Vergleich herangezogen würden,

Etwas Vorzüglicheres als den Sinn desselben gibt es nicht.

Aus deinem Munde, Dämonin, ist eine treffliche Erklärung gekommen;

Die goldene Stange deiner trefflichen Erklärung

Schlägt mich mitten in meine menschliche Seele.

Der Herzenskummer, der aus dem Glauben an die Wirklichkeit der Existenz

entspringt, ist entfernt; Die schwarze Finsternis der auf Unwissenheit beruhenden Täuschung ist

verscheucht; Die weiße Lotosblume des Verstandes öffnet ihren Kelch; Die Fackel des klaren Selbstwissens ist angezündet; Die Weisheit des Bewußtseins erwacht deutlich. Ist das Bewußtsein wirklich erwacht oder nicht? Wenn ich hinauf zur Mitte des blauen Himmels schaue, Kommt die Leere der Existenz deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht die Lehre von der Wirklichkeit. Wenn ich den Blick auf Sonne und Mond richte, Kommt die geistige Erleuchtung deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht Ermattung und Erschlaffung. Wenn ich den Blick auf den Gipfel der Berge richte, Kommt die unwandelbare Beschauung deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht immer wechselnde Grübelei. Wenn ich nach unten in die Mitte des Flusses schaue, Kommt das Ununterbrochene deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht plötzliche Geschehnisse. Wenn ich das Bild des Regenbogens sehe,

Kommt die Leere der Erscheinungen im Zung ojug deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht das Dauernde und das Vergängliche. Wenn ich das Spiegelbild des Mondes im Wasser sehe, Kommt die von Interessen freie Selbsterleuchtung deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht die an Interessen geknüpften Erwägungen. Wenn ich in meine eigene Seele schaue,

Kommt die Lampe im Innern des Gefäßes deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht Torheit und Dummheit. Da ich jene Worte aus deinem Munde, Dämonin, vernommen, Kommt meine Natur und meine Seele deutlich zum Bewußtsein; Ich fürchte nicht den Widersacher.

Da du so viele treffliche Erklärungen weißt

Und das Wesen der Seele so gut verstehst,

Bist du jetzt als Dämonin in einem schlechten Leibe wiedergeboren.

Durch böse Taten stiftest du Schaden und Harm.

Das ist der Lohn für die Verachtung der Wiedervergeltung.

Nun halte dir die Strafe vor, die im Durchwandeln des Kreislaufs besteht!

Ich glaube nicht, daß du Recht hast, böse Dämonin!

Da du, Dämonin, mich heute Abend verhöhnst,

Habe ich zuvor gemäß der Stärke der fünf Yaksha- und Pifaca-Geschwister

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· 11 · The Hundred Thousand Songs of Milarepa (Mgur 'bum) — Milarepa · The Conscious Library