Chapter 21 of 34
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Zeigen Affen und Aefflein ihre mannigfachen Geschicklichkeiten.
Auf dem grünen, weichen, weiten Wiesenteppich
Breitet sich weidend vierfüßiges Vieh hin.
Singen und entlocken der Flöte liebliche Töne.
Auf meinem weithin sichtbaren herrlichen Felsen,
Betrachte ich die vergänglichen Erscheinungen als ein Gleichnis.
Die sinnlichen Genüsse sehe ich als ein Spiegelbild im Wasser an.
Dieses Leben halte ich für die Täuschung eines Traumes.
Gegen die Unverständigen hege ich Mitleid.
Ungestörter Contemplation weihe ich mich.
Wie alle Bilder, die in unserem Geiste aufsteigen,
Ach, nach dem Gesetz des Kreislaufs der drei Welten
Nicht vorhanden sind, so auch nicht die herrlichen Erscheinungen der Welt.
Als er so gesprochen, kehrten jene gläubig zurück. Dies ist der erste Abschnitt von Rag ma.
Milaraspa auf dem Rkyang phan namkha rdzong.
Als der ehrwürdige Milaraspa von Rag ma nach dem Rkyang phan namkha rdzong gekommen war, geschah es eines Nachts, als er dort verweilte, daß ein auf einem Hasen reitender Affe vor ihm erschien, der einen Pilz als Schild trug und Bogen und Pfeil aus Stroh hielt, als wenn er auf eine Gelegenheit lauerte. Der Ehrwürdige stieß ein Ge- lächter aus. Jener sprach: „In der Hoffnung, dich zu vernichten, bin ich hierher ge- kommen; doch wenn du nicht zu vernichten bist, gehe ich weg." Der Ehrwürdige er- widerte: „Da ich die sichtbare Welt für imaginär halte und meine eigene Wesenheit in der Nichtexistenz wahrnehme, sind deine, eines Kobolds Trugspiele, welche auch immer du zeigen mögtest, ein Gegenstand des Gelächters für mich, den Yogin!" Da verpflichtete sich jener, ihm Dienste zu leisten und verschwand wie ein verblassender Regenbogen. Es war der Herrscher von Gro thang. Darauf kamen die Gabenspender von Gro thang, um den Ehrwürdigen zu besuchen, und sagten: „Welche Vorzüge haften an diesem Orte?" Als Antwort auf ihre Frage trug er folgendes Lied vor:
Zu meinem Lama, dem Gebieter, sende ich mein Flehen!
Kennt ihr, kennt ihr nicht die Vorzüge dieses Ortes?
Wenn ihr die Vorzüge dieses Ortes nicht kennt,
So wißt, die Einsiedelei ist Rkyang phan namkha rdzong.
Sammeln sich oben purpurfarbene Südwolken,
Unten strömt der blaue Brahmaputra dahin,
Hinter mir rote Felsen gleich dem Himmelsraum,
Am Rande stößt das Raubtier sein Gebrüll aus,
An den Seiten schwebt der Geier, der König der Vögel;
In der Luft fallen Insekten wie ein feiner Staubregen herab,
Und ohne Unterlaß summen die Bienchen ihr Liedchen.
Hirsche und Wildesel, Mutter und Junges, spielen und springen wie im Tanz;
Affen und Aefflein üben ihre Geschicklichkeit.
Lerchen, Mutter und Junges, trillern im Wechselsang.
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